Granada und die Alhambra: Für immer untrennbar in einem einzigen, einzigartigen und wunderbaren Dasein.
Die Vergangenheit Granadas wird in ihren ältesten Bildern lebendig – von romantischen Stichen des 19. Jahrhunderts bis hin zu den ersten Fotografien, die die Silhouette der Sierra Nevada über der Stadt festhielten. Wir sehen einen noch unüberdachten Fluss Darro auf seinem Weg durch die Carrera, Brücken, die längst verschwunden sind, und eine fruchtbare Ebene (*La Vega*), die bis an die Tore der Stadt reichte und eine Landschaft bot, die sich radikal von der heutigen unterscheidet.
Dank der Kameralinsen von Pionieren wie Rafael Garzón und Rafael Señán besitzen wir visuelle Zeugnisse des damaligen Alltagslebens: Wasserträger auf der Plaza Nueva, Pferdekutschen entlang der Calle Reyes Católicos und die ersten Straßenbahnen, die das Stadtzentrum durchquerten. Ihre Ateliers innerhalb der Alhambra porträtierten zudem eine Gesellschaft im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, in der lokale Persönlichkeiten und romantische Touristen als nasridische Prinzessinnen posierten.
Heute dienen diese Glasplattennegative als Fenster in das Gedächtnis der Stadt. Vergleicht man das Granada von einst mit dem Granada von heute, lässt sich der tiefgreifende städtebauliche und soziale Wandel ermessen. So entdecken wir das Wesen einer Stadt neu, die zwar ihre Physiognomie verändert, ihren historischen Geist jedoch in jeder fotografierten Ecke bewahrt hat.
*Keine der folgenden historischen Fotografien wurde digital nachbearbeitet. Sie stammen alle aus öffentlichen Web-Archiven und wurden exakt so übernommen, wie sie veröffentlicht wurden, um unseren Besuchern das noch gar nicht so ferne „Gestern“ dieser andalusischen Stadt zu veranschaulichen.*






